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Sie sind glatt genauso wie uneben, weich genauso wie hart, schlicht genauso wie überbordend. In ihren skulpturalen und installativen Arbeiten greift Daniela Trinkl auf natürliche sowie künstliche Materialien zurück, wobei der Kunststoff Polyurethanschaum eine zentrale Rolle einnimmt. Die Objekte erzeugen eine Unsicherheit, ob es sich um organisch Gewachsenes oder hochtechnisch Hervorgebrachtes handelt. Ihr hybrides Aussehen öffnet eine Formensprache zwischen artifiziell und lebendig, verführerisch und bizarr. So werden sie zu Botschaftern einer unbekannten Science-Fiction-Welt.

Ausgangspunkt dieser Arbeiten ist die Auseinandersetzung mit dem schöpferischen Streben des Menschen. Trinkls Fokus liegt dabei auf der Frage nach einem synthetischen Dasein, welche sie zugleich kritisch wie humorvoll untersucht. Sie interessiert die Idee der künstlichen Hervorbringung von Leben und seiner Kontrollierbarkeit. Das damit einhergehende dystopische Potential manifestiert sich in Trinkls Skulpturen hinter ihrem hoch ästhetisierten Erscheinungsbild.

Vor diesem Hintergrund greift ihre Arbeit ökologische, technologische, biologische wie mystische und mythologische Kontexte auf.

Nach Abschluss des Kollegs für Objektdesign im Jahr 2011 studierte Trinkl Kunstgeschichte an der Universität Wien, wo sie 2016 ihren Abschluss machte (BA). Derzeit absolviert sie ein MA Studium an der Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung in Linz an der Abteilung für Plastische Konzeptionen bei Prof. Frank Louis.

Die Künstlerin zeigte ihre Arbeiten bisher in zahlreichen nationalen und internationalen Ausstellungen. Ihre letzten Projekte inkludieren Parallel Vienna (2022, Artist Statement), Salzkammergut Festwochen Gmunden (2022) sowie House of losing control/Vienna Art Week (2021). Trinkls Arbeiten befinden sich sowohl in privaten als auch in öffentlichen Sammlungen wie der Dr. Hans Hoch Stiftung in Neumünster/D. Die Künstlerin erhielt verschiedene Arbeits- und Reisestipendien, u.a. Reisestipendium des Bundeskanzleramtes Österreich. Darüber hinaus wurde sie für die Teilnahme an mehreren Artist in Residence Programmen ausgewählt, wie z.B. Die KUNSTsammlung des Landes OÖ im Salzamt Linz sowie die renommierte PILOTENKUECHE in Leipzig. Trinkl hat an Artist Talks teilgenommen, wie beispielsweise Talk im Kunstquartier Alte Handelsschule Leipzig, und wurde eingeladen, über ihre Arbeit im Freien Radio Neumünster zu sprechen, wo sie eine ihrer Residencies absolvierte.

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