ARTIST STATEMENT

In meiner Arbeit beschäftige ich mich mit Themen wie dem Nicht-Zuschreibbaren, dem Rätselhaften oder dem Nicht-Greifbaren. Ausgehend von dem Faszinosum an Objekten, die keine definitiven Zuschreibungen in Bezug auf ihren Zweck, ihre Aufgabe oder Aussage ermöglichen, entwickle ich meine skulpturalen Arbeiten.

Dieser Attraktion nachgehend, verorte ich ihren Ursprung einerseits in mir selbst, wenn ich beim Streben nach Erkenntnis auf Grenzen stoße und das Ambivalente als Motor für ein Nie-zu-Ende-denken erlebe. Andererseits begegne ich in der materiellen Welt einer hohen Anziehungskraft in vorgefundenen Objekten, die sich einer Bezeichnung oder Kategorisierung entziehen und den Spannungsbogen zwischen bekannt und unbekannt aufmachen. Mich interessiert der Spalt dazwischen, die Verdichtung von vertraut und fremd, die Dichotomie zwischen Funktionalität und Ursachenlosigkeit sowie das Spiel mit Schein und Trug. In meinen Arbeiten gebe ich mein Erleben an die RezipientInnen weiter, so dass die Objekte zu Medien der Imitation meiner Wahrnehmung für andere werden. Das Material Steinzeug entspricht dabei durch seine Fähigkeit zur Raffinesse und seine Bereitschaft zur Transformation meiner Herangehensweise an meine Arbeiten.

In meiner künstlerischen Praxis arbeite ich mit intuitiv wahrgenommenen Visionen von Körpern oder Objekten. Auf der visuellen Ebene transformieren sich diese seriell zu abstrakten Formen, die einen hohen Grad an Selbstbestimmung wie auch Dialogbereitschaft in sich tragen. Durch ihre Nicht-Zuschreibbarkeit eröffnen die Objekte neue Frei- und Denkräume und ermöglichen dadurch das Eintauchen in innere Erlebniswelten und Mikrokosmen.

 

 

 

 © 2019 by Daniela Trinkl. Vienna. All rights reserved.

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