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Die Pignette

 

Serie, 2016 - 2018

Keramik (Steinzeug)

Bei den Pignetten scheint es sich um animierte Materie zu handeln, um die greifbare Wirklichkeit einer Erfahrung. Inspiriert ist die Künstlerin von zufälligen Funden, meist technischen Geräten, die eher als Randerscheinungen in einem urbanen, rastlosen Informationsfeld ihren Fokus auf sich ziehen. Dabei ist nicht die Begrifflichkeit oder Funktionalität des Objektes die Quelle für das Kunstwerk, sondern das entdeckte Ding wird zum Auslöser für eine lebendig-augenblickliche Erfahrung.

Das ‚animistische Prinzip’ zum Verständnis der Objekte zeigt auch das Material mit dem Daniela Trinkl arbeitet: Steinzeug. Wie bei einem alchimistischen Prozess wird die Wahrnehmung auf das verwendete Material übertragen und (wieder)geformt, und dadurch verwandelt. Die Künstlerin taucht in den weichen Ton ein, arbeitet mit den Händen, sie formt und gestaltet Räume, sichtbare und verborgene. Die Bewegungen des eigenen Körpers übertragen sich auf die Materie mit der gearbeitet wird, während die Künstlerin den inhärenten Gesetzen des Materials folgt. Dabei tritt sie in eine Wechselbeziehung mit dem intuitiv entstehenden Objekt ein, das Subjekt und das Objekt verschmelzen miteinander.

Auszug aus Text Im Unbekannten liegt das Potenzial des Fühlens von Maris Stella Liska

Die Pignette, extended

2018-19

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