DIE PIGNETTE

 

Teils organisch-fließend, teils technisch-konstruktiv muten die keramischen (Wand-)objekte aus der Serie "Die Pignette" an.

Die Pignette hängt plan an Wänden, biegt sich um Mauervorsprünge oder kriecht an Möbeln hinunter.

Ihre Erscheinungsform mäandert zwischen einem Wechselspiel aus Wölbungen und Streckungen, langgezogen alterniert mit bauchig, rund mit gerade. Ist sie Überbleibsel von Bauarbeiten, ein biologisches Etwas oder geht´s um die dreidimensionale Umsetzung einer Emotion, eines Zustandes?

​Die klare lineare Bildsprache zeichnet dynamische Formen, fließend, aber doch verharrend, nach Weiterführung strebend, und gleichzeitig zurückhaltend, zerbrechlich, und doch bestimmt. Das Material hat Präsenz, es ist fest und hart und für die Ewigkeit gedacht. Gemeinsam mit der Klarheit der Formen steht es im Widerspruch zum Inhalt, will sich das Objekt doch nicht eindeutig deklarieren, möchte keine Definition von sich in Bezug auf die in der Welt bereits vorhandenen Dinge abgeben. In veränderbarer, abwandelbarer Form arrangiert sich die Pignette in Gruppen, bildet Muster, tritt als Statement einzeln auf, hat zeichenhaften oder verweisenden Charakter.

Daniela Trinkl

 © 2019 by Daniela Trinkl. Vienna. All rights reserved.

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